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Seit dem sich der Handel im weiten Mittelmeerraum ab etwa 800 vor Christus ausbreitete, entwickelte sich rasch die ​​Verwendung von Identifikationszeichen wie Töpfer-, Steinmetz- und Goldschmiedemarken. Pferden oder Rindern wird zur Kennzeichnung noch heute mit einem glühenden oder durch flüssigen Stickstoff auf ca. -80°C abgekühlten Eisen ein Zeichen in die oberen Hautschichten eingebrannt.

Diese Signets erfüllen seit Jahrhunderten drei grundlegende Funktionen für die sie schnell und eindeutig identifiziert werden müssen. Sie kenn-zeichnen den Hersteller oder Dienstleister, weisen auf die gleich bleibende Qualität des Produktes hin und grenzen es von der Konkurrenz ab.

Ähnlich wie viele Wappen der Ritter, die sich aus dem Turnierwesen während der Kreuzzüge entwickelten, ent­halten sie oftmals Bilder, Figuren und Buchstaben, die auf den Namen des Trägers schließen lassen. Im Vergleich zu diesen sind sie eher schlicht und reduziert. Firmenlogos und Markenzeichen sind die Weiterentwicklung und moderne Interpretation dieser Art der Besitzanzeige.

Die schlichte Anmutung des Mausbrandzeichens rührt von einer alten, seriellen Zwei-Tasten-Maus ohne Scrollrad her. Sie entstand im 3D-Programm als Rendering und zeigte bereits die warnende Flamme auf der linken, der ausführeden Taste. Ein Gefahrenzeichen, das jeder kennt und zuordnen kann. Sie hätte auf Grund der technischen Möglichkeiten heutzutage auch als Logo oder Markenzeichen durchgehen können. Bot aller­dings noch Raum zum Experiment. Die Perspektive wurde verändert und uns wurde klar, dass sich ein Signet nicht nur optisch anbieten würde, sondern auch von nichts in Prägnanz und Klarheit überboten wird.